Anthroposophisch erweiterte Medizin

Ethik und Selbstverständnis

Im Mittelpunkt steht der hilfesuchende Mensch.

Das gesellschaftlich-soziale Umfeld,

die seelisch-geistigen Befindlichkeiten,

die biographische Situation,

das Lebensalter und die Konstitution

werden bei der Diagnostik und Therapie mit einbezogen.

Für eine individuell abgestimmte Therapie wird versucht, möglichts viele dieser oben genannten Faktoren zu berücksichtigen.

Durch die unmittelbare Ausrichtung am ganzen Wesen des Menschen und seinen

physisch-körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnissen ist diese Medizin auf den einzelnen, individuellen Menschen hin orientiert und somit möglichst lebensnah.

Großer Wert wird darauf gelegt, den Menschen möglichst aktiv am Gesundungsprozess zu beteiligen.

Selbsterziehung als Präventionskonzept macht die anthroposophisch erweiterte Medizin zu einem umfassenden medizinischen System.


"Nicht um eine Opposition gegen die mit den anerkannten wissenschaftlichen Methoden der Gegenwart arbeitende Medizin handelt es sich. Diese wird von uns in ihren Prinzipien voll anerkannt... Allein wir fügen zu dem, was man mit den heute anerkannten wissenschaftlichen Methoden über den Menschen wissen kann, noch weitere Erkenntnisse hinzu, die durch andere Methoden gefunden werden, und sehen uns daher gezwungen, aus dieser erweiterten Welt- und Menschenerkenntnis auch für eine Erweiterung der medizinisch-therapeutischen Kunst zu arbeiten"

("Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach Geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen"  R. Steiner / I. Wegmann 1925)


Die anthroposophischen Arzneimittel werden aus

dem Mineral- und Metallreich,

dem Pflanzenreich sowie

dem Tier- und Menschenreich

gewonnen und hergestellt.

Die anthroposophisch erweiterte Medizin betrachtet den Menschen auf vier "Ebenen" seiner Exsistenz.

Der körperlich/physischen, seelischen und geistigen Ebene sowie der eigenständigen Ebene der Lebenskräfte, die vermittelnd zwischen den körperlichen und seelischen Vorgängen wirkt.

Diese vier Ebenen werden auch als Wesensglieder bezeichnet.


Die vier Wesensglieder des Menschen

Die -KÖRPERLICHE- Ebene:

Der *physisch-materielle Körper*

Die eigenständige Ebene der

-LEBENSKRÄFTE-

Der  *Lebens- oder Zeitleib* als *Bilderkräfteorganisation*

Text folgt...


Der physische Leib ist das SICHTBARE des menschlichen Körpers, seine ÄUSSERE körprliche Erscheinung. Er kann abgemessen und abgewogen werden. In ihm wirken die Gesetzmäßigkeiten von Schwere, Struktur und Dichte.

Wäre der physisch-materielle Körper nicht vom Bildekräfteleib (siehe "Die eigenständige Ebene der Lebenskräfte") durchdrungen, wäre er tot und würde sich auflösen. Wird der Leichnam verbrannt, so bleiben Asche und Salze als Endprodukte des Physischen zurück.

Hier wird die Verwandschaft des physischen Leibes mit dem Mineralreich der Erde sichtbar.

 


Die -SEELISCHE- Ebene:

Die *Empfinduns- oder Seelenorganisation*

In der Literatur wird diese auch als Empfindungsleib, Seelen- oder Astralleib beschrieben.

Dieser durchzieht und strukturiert den Lebensleib (siehe dort) mit einem übergeorneten System empfindungsvermittelnder Kräfte.

Dadurch wird im Menschen Bewußtsein und ein eigenes Seelenleben möglich.

Der Empfindungsleib trägt die seelische  Innenwelt des Menschen.

Die -GEISTIGE- Ebene:

Die *ICH-Organisation*

Text folgt...